BeateXOuzo - FRUSTxWUTxTRISTESSEx [RBR 008]

by Riot Bike Records

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released November 24, 2013

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about

Riot Bike Records Hamburg, Germany

Riot Bike Records from Hamburg sees itself as an anti-sexist, anti-racist, non-homophobic "DIY" label. The primary claim of this label is, taking into account the above principles, giving bands opportunities to fulfill themselves / develop. A fair and open communication between band and label is our top priority.

R.B.R.
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Track Name: 50 Sekunden Resolution
In Pro­vinz­nes­tern, die mich tot lang­wei­len,
glo­ri­fi­zie­ren sie nur zu gerne die ei­ge­ne Trost­lo­sig­keit.
Dort an­ge­ket­tet zu sein am Ei­gen­heim
wird nie im Leben meine Frei­heit sein!
Mit Stolz und Brauch­tum könnt ihr mich kreuz­wei­se:
Glau­be? Sitte? Hei­mat? Schei­ße!
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Meine per­sön­li­che Grund­satz­ent­schei­dung
gegen die ge­leb­te Tris­tesse in der Pro­vinz.
(Stem­men)
Track Name: Beatrix vs. Transphobers
Trans­pho­bia is shit!
Bea­trix eli­mi­na­tes it!
„Ey, bist du schwul oder was?“ -
denk nur ein­mal nach was du da sagst
und warum Ho­mo­se­xua­li­tät
sich bei dir aus­schließ­lich ums Fi­cken dreht?
Ob Bea­trix nun Beate mag,
oder Uli halt den Udo,
kann dir doch scheiß­egal sein
und das ist auch gut so.
Wie kann mensch nur has­sen
dass Men­schen sich lie­ben?
Ob Mann, eine Frau oder bei­des (oder…) ist
hat die Natur auch in dei­nem Fall nur
nach Lust und Laune so ent­schie­den.
„Kampfles­be“, „Schwuch­tel“, deine Tun­ten­wit­ze –
in dem sel­ben Jar­gon het­zen auch Ras­sis­ten.
Bei denen kannst du dich gleich mit auf­lis­ten.
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Love HC – hate ho­mo­pho­bia, na klar! Uns geht es dar­über hin­aus aber vor allem um den all­täg­li­chen Sprach­ge­brauch in­ner­halb der ge­sam­ten Ge­sell­schaft, wie etwa sa­lon­fä­hig ge­wor­de­ne se­xis­ti­sche, homo- und trans­pho­be „Schimpf­wör­ter“ oder „Be­lei­di­gun­gen“ unter Ju­gend­li­chen, und die im­mer­wäh­ren­de bloße Re­du­zie­rung von nicht-​he­te­ro­se­xu­el­len Men­schen auf die Art ihres Ge­schlechts­ver­kehrs. We are sup­porting Gay.​Edge.​Libera­ti­on!
Track Name: Alte Leier
„Sau­fen? Fi­cken? Oi?“ = nichts als faule Aus­re­den,
weil es nicht gut an­kommt die Wahr­heit zu­zu­ge­ben.
Es gibt ver­dammt noch­mal
kei­nen „Skin­head (Punk/Wha­te­ver) way of life“
auf dem man „un­po­li­tisch“ (/rechts­of­fen)
durch un­se­re Szene schleicht.
An­ti­fa­scist – kein Auf­kle­ber ist zu viel!
An­tis­e­xist – jedes Ban­ner den Auf­wand wert!
An­ti­ra­cist – immer die­sel­be Leier…
…und doch nie­mals ver­kehrt!
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Vorab: Dies ist kein Song gegen Skin­heads! Der Text rich­tet sich im All­ge­mei­nen gegen die Dul­dung von kon­ser­va­ti­vem oder gar rechts­of­fe­nem Ge­dan­ken­gut in­ner­halb der ei­ge­nen Szene, bzw. selbst er­nann­ten „lin­ken Sub­kul­tu­ren“. Wer be­den­ken­los mit Ras­sis­ten fei­ert und deren Schei­ße damit durch fal­sche To­le­ranz in­fil­triert, de­m_­der soll­te un­miss­ver­ständ­lich ein Denk­zet­tel ver­passt wer­den. Und das bes­ser x-mal „zu viel“ als ein­mal zu wenig. Unser Bea­trix ist ganz klar gegen Rechts!
Track Name: Mixa Mosh
Jahr­hun­der­te lang wur­den die Opfer ver­scharrt
im Schutz von Kir­chen­mau­ern, die gen Him­mel ragen.
Mensch­lichs­te Trie­be zwang­haft un­ter­drückt,
weil das an­geb­lich ir­gend­ei­nen Gott be­glückt.
From­me, alte Män­ner in muf­fi­gen Pries­ter­ro­ben,
die sich auf­grund des­sen immer nur heim­lich aus­to­ben.
Moral und Liebe wer­den ge­pre­digt, doch ver­brei­tet purer Hass,
weil ihr nicht mal selbst in euer Hei­le-​Welt-​Bild passt.
Und ge­ra­de ihr wollt mir euren Un­sinn glaub­haft ma­chen?
Ich glaub euch längst nichts mehr und zähl bis heut nur die Fak­ten:
Ho­mo­pho­be! Frau­en­hasser!
Maß­lo­se Steu­er­geld-​Ver­pras­ser!
Pä­do­phi­le! Ab­trei­bungs­geg­ner!
Dop­pel­mor­al­pre­di­ger!
Macht­be­ses­se­ne! Po­pu­lis­ten!
Ho­lo­caust­leug­ner und stump­fe Ras­sis­ten!
Christ­li­che Fun­da­men­ta­lis­ten,
wer hat euch nur ins Hirn ge­schis­sen?
Ich glau­be euch längst nichts mehr.
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Kurze Er­klä­rung zum Titel: Der Name des mitt­ler­wei­le eme­rier­ten rö­misch-​ka­tho­li­schen Bi­schofs von Augs­burg, W.​Mixa, steht hier nur ak­tu­ell stell­ver­tre­tend für den gren­zen­lo­sen Macht­miss­brauch über sämt­li­che Epo­chen hin­weg und das ar­ro­gan­te Ver­hal­ten des ge­sam­ten Kir­chen­ap­pa­ra­tes samt sei­ner Be­diens­te­ten, wenn es darum ging ei­ge­nes ‚Fehl­ver­hal­ten’ (wie nied­lich) öf­fent­lich ein­zu­ge­ste­hen und dar­aus die bit­ter nö­ti­gen Kon­se­quen­zen zu zie­hen. Zum Text selbst gibt es – da tun wir es jetzt ein­fach mal dem Va­ti­kan gleich – nichts wei­ter zu kom­men­tie­ren.
„Re­li­gi­on ist das Ge­schäft mit der Angst.“ (But Alive 1996)
„Koran und Bibel – nichts als Wör­ter.“ (But Alive 1993)
Track Name: Stinksauer Land Youth
Wir hän­gen rum am Arsch vom Ruhr­ge­biet,
wohin es uns ge­lang­weilt zieht.
Denn wo Mist­hau­fen idyl­lisch qual­men
bringt einen der Frust schnell auf die Pal­men.
Vom Le­bensum­stand an­ge­pisst,
von Stadt­punks dann auch noch ge­disst.
Fuchs­teu­fels­wil­de Sze­ne-​Zwer­ge
aus dem Land der tau­send Berge.
Stink­sau­er! Land! Youth!
Dorf­punks und Angry Kids,
Schei­ße bauen und Frei­bier­gigs -
Sx­LxYx
Im ei­ge­nen Kaff fast ohne Lobby
und stän­dig Zoff mit den Alt-​Na­zi-​Opis -
Sx­LxYx
Die Braue­rei im Nach­bar­ort,
mit dem Moped manch­mal täg­lich dort –
Sx­LxYx
Dem Pfaf­fen vor die Tür ge­rei­hert
und das da­nach noch ab­ge­fei­ert -
Sx­LxYx
Süd­ost­west­fa­lens was­ted youth -
we are li­ving Punk, where are li­ving you?
Süd­ost­west­fa­lens was­ted youth
is laug­hing about your tough-​guy-​crew!
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Titel und Text sind kei­nes­wegs eine un­re­flek­tier­te Lob­hu­de­lei auf das „Punk­sein“ in der (sau­er­län­di­schen) Pro­vinz. Der Text be­schreibt selbst­iro­nisch die stän­di­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit dem da­ma­li­gen Le­bensum­feld und im­pli­ziert den enor­men Auf­wand, den un­ser­eins dort in den 90ern be­trie­ben hat (oder immer noch be­treibt), um z.B. al­ter­na­ti­ve Treff­punk­te jen­seits der Dorf­knei­pen auf­zu­bau­en, DIY-​Kon­zer­te und Par­tys zu or­ga­ni­sie­ren, oder auch nur an neue Plat­ten zu kom­men. Wenn wir für all un­se­ren En­thu­si­as­mus da­mals, nach mehr­stün­di­ger An­rei­se per PKW, Bahn oder Bus, am städ­ti­schen JuZ dann von orts­an­säs­si­gen Nie­ten­pun­kern wegen un­se­res „un­coo­len“ Auf­tre­tens oder ähn­li­chen Nich­tig­kei­ten be­lä­chelt oder gar an­ge­macht wur­den, kamen ab und an auch mal Zwei­fel an die­ser, von uns so be­wun­der­ten „Szene“ auf. Die­sen Song wid­men wir allen frus­trier­ten Dorf­punks, die sich immer noch tag­täg­lich mit all der Schei­ße rum­schla­gen. Lasst euch nicht un­ter­krie­gen! Stay Punk!